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Einladung zu einem neuen Projekt: Essen und Trinken in der Vergangenheit (Günther Bock, Klaus-J. Lorenzen-Schmidt)

Essen und Trinken bilden zweifellos fundamentale Größen für die Existenz von Lebewesen. Doch auf der Grundlage dieser biologischen Notwendigkeiten entfalteten sich im Laufe der Menschwerdung vielfältige kulturelle Dimensionen. Die notwendige Nahrungsaufnahme entwickelte sich zu einem Faktor, der Unterscheidungen von Ethnien, sozialen Gruppen, Menschen unterschiedlichen Lebensalters und selbst zwischen den Geschlechtern beinhalten konnte. Die sich aus der Nahrungsaufnahme herausgebildeten kulturellen Aspekte werden kaum zu überschätzen sein. Essen und Trinken wurden zu kulturellen Determinanten par excellence.

Dem entgegen steht eine wissenschaftliche Beschäftigung, die zumindest in den Landen zwischen den Meeren der Bedeutung dieser Thematik kaum angemessen erscheint. Eher beiläufig, im Rahmen anderer Fragestellungen, gelangten Nahrungsmittel in die Wahrnehmung der historischen Forschung. Deutlich besser sieht es in der Archäologie und in der Archäobotanik aus. Aber gerade die Diskussion ihrer Ergebnisse mit historischen Fragestellungen kann zu Anregungen führen, die ihrerseits über die Grenzen der jeweiligen Disziplinen hinausweisen.

Konkrete Fragen stehen im Zentrum unseres Projektvorschlages. Hier nur eine Auswahl möglicher Fragen, die uns interessieren:

Thematisch haben wir Schleswig-Holstein und seine Nachbarregionen im Blick, doch lädt diese Thematik auch dazu ein, durch Beiträge aus ganz anders geprägten Kulturen an Tiefe und Aussagekraft zu gewinnen.

Dieses Projekt ist in hohem Maße für inter- und transdisziplinäre Beiträge geeignet. Biologie, Ernährungs- und Agrarwissenschaft, Archäologie, Volkskunde, Umweltgeschichte und andere mehr können sich hier einbringen und zu einem lebendigen Projekt, einer vitalen Tagung und einem anregenden Tagungsband beitragen.

Wir erbitten Meldungen von Interessierten mit einem Themenvorschlag an die folgenden Adressen:

Die für das Frühjahr 2008 geplante Tagung zum Thema ist verschoben. Folgende Beiträge wurden bislang zugesagt: